Die Stadt Norderstedt setzt bei der Wärmeversorgung ihrer Einwohner auf Fernwärme und sieht den Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als Beitrag zur Energiewende. Insgesamt neun Blockheizkraftwerke (BHKW) sind schon in Betrieb. Der jüngste Neuzugang in der kommunalen Kraftwerksflotte: ein BHKW von mtu Onsite Energy.
Diese Geschichte beginnt vor gut 35 Jahren. Es ist der 1. Januar 1970, als wenige Kilometer nördlich von Hamburg die Stadt Norderstedt offiziell aus der Taufe gehoben wird (s. Info-Kasten) – als Zusammenschluss der Gemeinden Friedrichsgabe, Garstedt, Harksheide und Glashütte. Was fehlt, ist eine geografische Verbindung zwischen den vier Stadtteilen, ein echtes Zentrum. In den darauffolgenden Jahren stellen die Stadtväter Planungen für den Bau eines neuen Stadtteils Norderstedt-Mitte auf, die ab 1978 auf der bis dahin sprichwörtlichen grünen Wiese umgesetzt werden. Unter anderem entstehen im Laufe der Zeit in zentraler Lage rund 4.100 Wohnungen für 12.000 Einwohner, die allesamt mit Energie versorgt werden wollen. Mittendrin: die Stadtwerke Norderstedt, die 1983 ihr ebenfalls in der neuen Mitte errichtetes Hauptgebäude beziehen. Die Verantwortlichen treffen die zukunftsweisende Entscheidung, Norderstedt-Mitte mit Fernwärme zu versorgen und lassen im Gebäude der Stadtwerke das zu diesem Zeitpunkt größte BHKW Deutschlands installieren.