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Von der Brücke bis zum Propeller: Rolls-Royce erweitert mtu-Antriebsportfolio für Yachten

Veröffentlicht am 08 September 2026

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  • Drehzahlvariable mtu-Gensets der Baureihe 2000 ermöglichen effizienten Antrieb und Energieversorgung an Bord
  • Neue Abgasnachbehandlung für mtu-Motoren der Baureihe 2000 für den Yachtbetrieb in emissionsregulierten Seegebieten

Rolls-Royce baut sein Portfolio für Yachten weiter aus und führt zwei Systeme auf Basis der mtu-Motoren-Baureihe 2000 ein: standardisierte drehzahlvariable Gensets sowie eine neue SCR-Abgasnachbehandlung. Die Antriebsanlage ist so kompakt, dass sie das für Yachten sehr vorteilhafte Eindeck-Maschinenraum-Konzept ermöglicht. Mit diesen neuen Lösungen stärkt Rolls-Royce seinen ganzheitlichen Ansatz „From Bridge to Propeller“, bei dem Antrieb, Energiemanagement und Automation zusammenspielen.

„Unser Anspruch ist es, Werften und Eignern ein umfassendes und zukunftsfähiges Angebot für Yachten zu bieten. Dabei geht es nicht nur um einzelne Komponenten, sondern um das optimale Zusammenspiel der Systeme an Bord für mehr Leistung, Effizienz und geringere Emissionen“, sagt Dr. Lukas Köhler, Senior Vice President Global Marine & Mining bei Rolls-Royce Power Systems.

Ein Baustein dieses erweiterten Angebots sind die standardisierten drehzahlvariablen Gensets auf Basis der mtu-Baureihe 2000. Sie passen ihre Motordrehzahl dem tatsächlichen Strombedarf an und reduzieren dadurch Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen im Betrieb um bis zu 15 Prozent. Gleichzeitig arbeiten sie rund 6 dB leiser, was ein deutlicher Komfortgewinn an Bord ist.

Die Gensets decken mit elektrischen Leistungen von 650 bis 1.850 kWe einen breiten Leistungsbereich ab. Ihre hohe Leistungsdichte und kompakte Bauweise ermöglichen eine flexible Integration auch bei begrenztem Bauraum. Zudem eignen sie sich für batteriegestützte Schiffsanwendungen und können beispielsweise als Reichweitenverlängerer eingesetzt werden.

Das Produkt basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung von Rolls-Royce mit diesel-elektrischen Antrieben. So haben zahlreiche große Schiffe bereits drehzahlvariable mtu-Gensets auf Basis der Baureihe 4000 an Bord und etliche Yachten profitieren von diesel-elektrischen Antrieben auf Basis der Baureihe 2000.

Die neue SCR-Abgasnachbehandlung erweitert zugleich die Einsatzmöglichkeiten der mtu-Baureihe 2000 in emissionsregulierten Seegebieten. Das System, das gemeinsam mit dem Abgasnachbehandlungs-Spezialisten Eminox zertifiziert wird, erfüllt die Anforderungen von IMO Tier III und reduziert die Stickoxid-Emissionen um 75 Prozent gegenüber den IMO-II-Grenzwerten. Die Lösung ist – abhängig vom Lastprofil – auf eine Lebensdauer von bis zu 16.000 Betriebsstunden ausgelegt, benötigt für die Dosierung keine Druckluft und lässt sich flexibel in unterschiedliche Schiffskonzepte integrieren.

Mit „From Bridge to Propeller“ verfolgt Rolls-Royce das Ziel, die Yacht als Gesamtsystem zu betrachten: von der Steuerung auf der Brücke bis zum Antrieb im Wasser. Dazu verbindet das Unternehmen seine Kompetenz in Antriebssystemen, Energiemanagement und Automation zu integrierten Lösungen, die Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit verbessern.

Für Werften hat dieser Ansatz einen zusätzlichen Vorteil: Sie erhalten eine abgestimmte Lösung aus einer Hand. Das senkt den Aufwand bei der Konstruktion sowie Integration und reduziert Schnittstellenrisiken. Durch die Verzahnung von mtu-Antriebssystemen, mtu NautIQ Bridge und Automationstechnologien entsteht ein einheitliches digitales Umfeld. Es hilft Werften und Eignern, Energieflüsse zu steuern, Emissionen zu reduzieren und die Verfügbarkeit zu erhöhen – ein Schritt hin zu einem moderneren und komfortableren Yachterlebnis.

Über Rolls-Royce Holdings plc

Rolls-Royce bewegt die Welt: Das Unternehmen entwickelt hochmoderne Energie- und Antriebssysteme, die Menschen verbinden, schützen und voranbringen. Ob in der Luft, zu Wasser oder an Land – die Lösungen von Rolls-Royce decken den steigenden Energiebedarf in einer zunehmend vernetzten Welt. Sie unterstützen Regierungen bei der technologischen Ausstattung ihrer Streitkräfte und liefern effiziente Technologien für die Industrie, Luftfahrt und Schifffahrt. 

Zum Konzern gehört auch Rolls-Royce Power Systems mit Sitz in Friedrichshafen. Unter der Marke mtu bietet das Unternehmen innovative Lösungen für die Energie- und Antriebstechnik – darunter schnelllaufende Motoren und Systeme für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge sowie für militärische Anwendungen. Das Portfolio reicht von fortschrittlichen Diesel- und Gasmotoren über Batterielösungen bis hin zu integrierten Energiesystemen für sicherheitskritische Anwendungen, Dauerstromversorgung, Kraft-Wärme-Kopplung und Microgrids. Mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden weltweit treibt Power Systems aktiv die Energiewende voran.

Rolls-Royce ist heute in 48 Ländern vertreten und beliefert Kunden in über 100 Ländern. Dazu zählen Fluggesellschaften, Leasingunternehmen, Streitkräfte sowie Industrie- und Schifffahrtskunden. Durch ein mehrjähriges Transformationsprogramm stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandskraft und Zukunftsfähigkeit – und schafft die finanziellen Freiräume, um nachhaltige Technologien gezielt zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Zum 31. Dezember 2025 erzielte Rolls-Royce plc einen Jahresumsatz von rund 23 Milliarden Euro* (20,1 Milliarden brit. Pfund Sterling) und einen bereinigten operativen Gewinn von rund 4 Milliarden Euro (3,46 Milliarden brit. Pfund Sterling). Die Aktie ist an der Londoner Börse notiert (LSE: RR., ADR: RYCEY, LEI: 213800EC7997ZBLZJH69).

* Angaben in € informativ, umgerechnet mit konstantem Wechselkurs (Wechselkursfaktor 1,1812), Verbindlich sind die Angaben in brit. Pfund Sterling.
Mehr unter: www.rolls-royce.com

Kontakt

Silke Rockenstein Pressesprecherin Fachpresse, alle Regionen
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